Fünf Wege, wie der Wiedereinstieg in den Job gelingt

Wer nach drei Wochen Urlaub zurück an den Arbeitsplatz kommt, der kennt das komische Gefühl. Man muss sich erst wieder daran gewöhnen, so früh aufzustehen, der Chef verlangt viel und acht Stunden kommen einem sehr lang vor. Wie schwierig ist so ein Wiedereinstieg dann erst nach mehreren Monaten? Wir verraten fünf Wege, wie es besser klappt.

Bei „Berufs-Wiedereinsteigern“ denkt man vermutlich vor allem an Mütter und Väter. Auch Unternehmen legen besonderen Wert darauf, dass diese nach der Elternzeit wieder eingegliedert werden, ohne dass die Familie zu kurz kommt. Es gibt aber auch andere Gruppen von Wiedereinsteigern:

  • Arbeitnehmer, die nach langer Krankheit zurückkehren.
  • Arbeitnehmer, die längere Zeit einen Angehörigen gepflegt haben.
  • Arbeitnehmer, die ein Sabbatical genommen haben.

Wie gelingt es diesen Menschen nach einer längeren Pause nicht den Anschluss im Unternehmen zu verlieren? Wie können sie da weitermachen, wo sie vor ihrer Pause aufgehört haben?

1. Während der Auszeit mit dem Unternehmen in Kontakt bleiben
„Wer eine persönliche Auszeit nimmt, sollte mit seinen Vorgesetzten vereinbaren, in welchen Abständen er sich meldet“, empfiehlt die Unternehmensberaterin Barbara Hess gegenüber Zeit Online. „Etwa zwei bis drei Wochen vor der Rückkehr kann es sinnvoll sein, im Büro vorbeizuschauen“, meint sie, um zum Beispiel die Kollegen an das Datum der Rückkehr zu erinnern. Das sei auch während der Babypause für Mütter wichtig, sagt Susanne Dreas, die in der Hamburger Koordinierungsstelle Worklife Eltern bei ihrem Wiedereinstieg berät. „Frauen sollten früh signalisieren, dass sie in ihren Job zurück wollen, und sich während der Elternzeit regelmäßig melden. Wer einen Schritt weitergehen will, kann an Meetings teilnehmen oder als Urlaubs- oder Krankheitsvertretung einspringen“, rät sie.

2. Nach längerer Krankheit langsam eingewöhnen
Wer wegen Krankheit, Unfall oder Burnout lange Zeit nicht arbeiten konnte, hat die Möglichkeit, stufenweise wieder eingegliedert zu werden. Diese Form, auch „Hamburger Modell“ genannt, soll Arbeitnehmer schrittweise an die Belastung vor ihrem Ausfall gewöhnen. Arzt, Arbeitgeber und Patient sprechen sich ab, ab wann und in welchem Maß die Wiedereingliederung sinnvoll ist. Das ist von Fall zu Fall verschieden, die Übergangsphase kann aber bis zu sechs Monate dauern. Während dieser Zeit ist der Arbeitnehmer weiterhin krank geschrieben und bezieht Kranken- beziehungsweise Übergangsgeld. Für den Arbeitgeber hat das den Vorteil, dass er erst wieder Lohn oder Gehalt zahlen muss, wenn sein Mitarbeiter voll einsatzfähig ist.

3. Berufstätige Eltern benötigen Zusatzbetreuung für ihre Kinder
Die festen Öffnungszeiten von Krippen oder Kindergärten können für berufstätige Eltern zum Problem werden, besonders wenn ihre Arbeitszeiten variieren oder sie im Schichtdienst tätig sind. Dann ist es hilfreich, wenn sie sich auf eine flexible Zusatzbetreuung verlassen können, wie etwa eine Tagesmutter oder den Service von Caredriver. Auch für Notfälle im Alltag sollte es einen Plan geben. Eine geschlossene Kita, spontane Überstunden oder ein krankes Kind lassen Eltern sonst schnell an ihre Grenzen stoßen.

4. Arbeitsmodell überdenken
Gerade nach einer längeren Pause fällt es vielen schwer, zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren. Als Arbeitnehmer sollte man sich fragen: Passt die Vollzeitanstellung überhaupt noch zu mir? Wenn nicht, gibt es Alternativen. Modelle wie Teilzeit, Projektarbeit oder auch die Selbstständigkeit versprechen mehr Flexibilität. Eine Studie der Hans Böckler Stiftung aus dem Jahr 2018 zeigt, dass Mütter zu 60 Prozent eher wieder in den Beruf einsteigen, wenn der Arbeitgeber Gleitzeit anbietet. Selbst eine auf das Wochenende ausgedehnte Arbeitszeit würde ihre Chancen erhöhen – Hauptsache, sie sind flexibler in der Einteilung.

5. Selbstbewusstsein stärken
Ob nach Elternzeit, Sabbatical oder längerer Krankheit – wer über Monate oder Jahre nicht mehr gearbeitet hat, ist meist verunsichert, wenn er wieder in den Job einsteigt. Das Selbstbewusstsein leidet, gerade wenn man wegen einer Krankheit weniger leistungsfähig ist als vorher. Ein Karrierecoach, der einen wieder auf den Arbeitsmarkt vorbereitet, kann helfen, neues Selbstvertrauen zu schöpfen. Zudem bringen Weiterbildungen, Seminare und Schulungen neue Sicherheit. Auch hilft es, die Zeit der Pause als Gewinn zu sehen:

  • Während der Elternzeit beweist man Organisationsstärke.
  • Bei Krankheit lernt man, mit Krisen umzugehen.
  • Ein Sabbatical fördert etwa durch das Reisen einige Soft Skills und bringt neue Ideen.

Fazit: Wie der Wiedereinstieg in den Job gelingt
Egal, wie lange die Auszeit gedauert hat – mit den richtigen Vorbereitungen ist es möglich und machbar, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Es gibt staatliche Hilfsangebote, und auch viele Arbeitgeber versuchen ihre Mitarbeiter wieder einzugliedern. Zusätzlich kann man als Arbeitnehmer einiges tun, um sich die Rückkehr zu erleichtern. Wenn man seine privaten und beruflichen Ziele festlegt, Kontakt zum Unternehmen hält, Weiterbildungsangebote wahrnimmt und für eine Zusatzbetreuung seiner Kinder sorgt, steht dem beruflichen Wiedereinstieg nichts mehr im Wege.

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