Unternehmenskultur als Motivator und Wettbewerbsvorteil oder: Was Google und Co. richtig machen und warum man dafür kein Millionen-Budget braucht

Die sogenannte Unternehmenskultur ist heutzutage gleichermaßen Trendbegriff und Erfolgskonzept. Wo früher in vielen Firmen eine funktionierende Kaffeemaschine, ein „Guten Morgen“ in die Kollegen-Runde und die Weihnachtsfeier beim Italiener ausreichte, wird heute hitzig in Panels diskutiert und es gibt sogar wissenschaftliche Arbeiten zum Thema.

Mitarbeitermotivation

Das verwundert kaum, gilt eine gute Unternehmenskultur doch inzwischen als wichtiger Wettbewerbsfaktor im Kampf um die Talente auf dem Arbeitsmarkt. Der Grund: Nicht nur Start-ups, sondern auch Giganten wie Google, Apple, Twitter und Facebook setzen neue Maßstäbe. Da gibt es firmeneigene Kletterhallen und Fitnesscenter, jederzeit frische (und oft kostenlose) Mahlzeiten, Gaming-Räume, Mentor-Systeme und jede Menge Möglichkeiten zur Selbstentfaltung im Beruf.

Die Kehrseite: Je bekannter solche Angebote werden, desto mehr erwarten Mitarbeiter und neue Bewerber – was wiederum den Druck auf die Unternehmen erhöht. Aber geht es bei einer guten Unternehmenskultur nur um teure Gimmicks? Wir präsentieren Ihnen vier zentrale Erkenntnisse, die gerade bei kleinem Budget Mut machen.

1. Den Wohlfühl-Faktor erhöhen
Klingt banal, ist aber der erste Schritt zu Top-Bewertungen auf Mitarbeiterportalen und Online-Jobbörsen. Und gleich vorweg: Dafür braucht es weder einen firmeneigenen Golfplatz noch tägliche Yoga-Kurse. Vielmehr muss die Führungsetage eine Atmosphäre schaffen, die den (neuen) Mitarbeiter emotional ans Unternehmen bindet. Jeder sollte spüren: Hier sind meine Fähigkeiten, aber auch meine Persönlichkeit gefragt, hier hält man zusammen und unterstützt sich. Das können Firmen vor allem durch ein Wir-Gefühl und echtes Interesse am einzelnen Mitarbeiter vermitteln. Wer versucht herauszufinden, was sich Angestellte von ihrer Arbeit erhoffen, der schafft Vertrauen für eine harmonische Zusammenarbeit. Schlussendlich erkennt man ein mitarbeiterfreundliches Unternehmen nicht an extravaganten Freizeitangeboten, sondern daran, inwieweit es die Bedürfnisse seiner Angestellten erfüllt und ihnen Voraussetzungen bietet, leistungsstark und innovativ zu arbeiten.

2. Ein Unternehmensleitbild erstellen und mit Leben füllen
Welche Werte sollen Ihre Firma definieren? Erstellen Sie am besten ein schriftliches Unternehmensleitbild, das Sie nach innen wie außen vermitteln. Besinnen Sie sich dabei ruhig erst mal auf Dinge, die bereits gut funktionieren und ergänzen Sie diese um Faktoren, die Sie anstreben. Wichtig: Unternehmenskultur lässt sich nicht künstlich erzeugen. Sie braucht Authentizität. Darum: Individualisieren statt Kopieren.

3. Die Leistungen finanziell honorieren
So offensichtlich wie essentiell, trägt auch das Gehalt maßgeblich zur Jobzufriedenheit und einem guten Betriebsklima bei. Die Rechnung ist ganz einfach: Kein Mitarbeiter wird sich auf Dauer in einem Unternehmen wohlfühlen, das seine Leistung nicht angemessen finanziell honoriert. Ist doch die Höhe des Einkommens der sichtbarste Indikator für professionelle Wertschätzung. Wer gute Mitarbeiter anwerben, halten und anspornen möchte, kommt um eine entsprechende Entlohnung nicht herum.

4. Für Sinn sorgen
Ähnlich wichtig sind interessante Aufgaben. Kaum etwas wirkt auf einen Mitarbeiter demotivierender als Arbeit, die ihm nicht sinnvoll oder gar unwichtig erscheint. Schauen wir nochmal auf Google: Sie werden dort keinen Praktikanten finden, der nur Kaffee holt. Stattdessen sorgt der Web-Riese selbst auf unterster Ebene für intrinsische Motivation, indem auch unerfahrene Mitarbeiter komplexe, aber machbare Aufgaben eigenverantwortlich erledigen und bei Fragen jederzeit auf Unterstützung im Team zurückgreifen dürfen. Denn nichts motiviert stärker, als ein Erfolgserlebnis, das noch Luft nach oben lässt.

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